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Kampagne für Forschungspreis Walter Enggist lanciert

Die Vorbereitungen für die erste Ausschreibung des Forschungspreises Walter Enggist sind abgeschlossen. Der mit jährlich 15 000 Franken dotierte Preis soll wissenschaftliches Arbeiten im Kanton Thurgau oder über den Kanton Thurgau würdigen. Zunächst muss der neue Forschungspreis aber bei den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bekannt gemacht werden.

Im Jahr 2019 vergibt das Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft den ersten Forschungspreis Walter Enggist. Um den Preis bewerben können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die im Thurgau arbeiten oder wohnen oder deren Arbeit den Kanton Thurgau ins Zentrum stellt. Der Forschungspreis ist mit 15 000 Franken dotiert und wird jährlich vergeben. Nebst der Auszeichnung einer einzelnen wissenschaftlichen Arbeit helfe der Preis auch, den Stellenwert von Wissenschaft und Forschung im Kanton Thurgau allgemein zu stärken, sagte Urs Schwager, Chef des Amts für Mittel- und Hochschulen am Montag an einer Medienorientierung. Der Preis wird durch das Kompetenzbündel Thurgau Wissenschaft vergeben, das vom Amt für Mittel- und Hochschulen koordiniert wird. Dem Kompetenzbündel gehören mittlerweile 17 Institutionen an, die im Thurgau wissenschaftlich tätig sind. Dazu zählen auch das Amt für Archäologie und die Kantonsbibliothek, welche den Forschungspreis mit einem Teil der Erbschaft finanzieren, die sie vom im Jahr 2016 verstorbenen Frauenfelder Walter Enggist erhalten haben.

Um den neuen Forschungspreis bei den potenziellen Bewerberinnen und Bewerbern überhaupt erst bekannt zu machen, startete am 1. Oktober 2018 eine Ausschreibungskampagne. Mit Nadja El Benni, Agroscope Tänikon, Michael Basler, Biotechnologie-Institut Thurgau, Daniela Koller, Dienststelle für Statistik, sowie Dominik Gügel, Napoleonmuseum Arenenberg, werben vier wissenschaftlich tätige Personen als Botschafterinnen und Botschafter für die Einreichung von Arbeiten für den Forschungspreis Walter Enggist. Mit dem Slogan «Jeder hat mal angefangen» sollen für den ersten Forschungspreis Walter Enggist besonders Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler motiviert werden. Aber auch etablierte Forscherinnen und Forscher können Arbeiten einreichen.

Die Kampagne nutzt in erster Linie Social Media mit eigenen Forschungspreis-Gruppen auf Facebook und LinkedIn. Sie werden mit Einträgen aus dem Forschungsblog auf der neuen Webseite www.forschungspreis.ch bedient. Im Blog berichten die Mitglieder des Netzwerks Thurgau Wissenschaft regelmässig über ihre Arbeit. Die Webseite enthält ausserdem alle Informationen über den Forschungspreis Walter Enggist. Die Social-Media-Gruppen werden zielgruppenspezifisch beworben, damit sie von den Personen wahrgenommen werden, die am Forschungspreis interessiert sein könnten. Zielgruppe sind nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, sondern auch die breite Bevölkerung. Sie soll auf die wissenschaftliche Arbeit im Kanton Thurgau aufmerksam gemacht werden.

Die eigentliche Einreichungsfrist von Arbeiten für den erste Forschungspreis Walter Enggist läuft vom 10. Januar 2019 bis zum 10. April 2019. Anschliessend werden die eingereichten Arbeiten von einer Fachkommission beurteilt. Diese Kommission ist inzwischen bestellt worden. Ihr gehören folgende Personen an: Prof. Dr. Annelies Kreis, Pädagogische Hochschule Zürich, Prof. em. Dr. Bernhard Schmid, bis 2018 an der Universität Zürich, Dr. Sandro Brandenberger, Kantonales Laboratorium Thurgau, Prof. Dr. Sibylle Minder Hochreutener, Fachhochschule St. Gallen, Dr. Martin Hannes Graf, Schweizerisches Idiotikon, Zürich, Simone Benguerel, Amt für Archäologie Thurgau, und Joana Keller, Kantonsbibliothek Thurgau. Damit verfügt die Kommission über ausgewiesene Expertinnen und Experten, die unterschiedliche Fachgebiete abdecken. Die Verleihung des ersten Forschungspreises Walter Enggist ist für Herbst 2019 vorgesehen.

Der Preis ist nach Walter Enggist benannt, der dem Amt für Archäologie und der Kantonbibliothek sein Vermögen im Umfang von über 6 Millionen Franken hinterlassen hat. Dies mit der Begründung, damit «den Beitrag des Kantons Thurgau an der Grundsteinlegung meiner Karriere» zu würdigen.

Bild der Medienkonferenz zum Forschungspreis

Bildlegende: (v.l.n.r.) Daniela Koller, Dienststelle für Statistik, Michael Basler, Biotechnologie-Institut Thurgau, und Nadja El Benni, Agroscope Tänikon, arbeiten in der Forschung und werben als Botschafterinnen und Botschafter für die Einreichung von Arbeiten für den Forschungspreis Walter Enggist.